Experts 2 Experts EUC DEX AI Conference Berlin – meine Eindrücke

Geschrieben von:
Christian Schnagl
Consultant
Die Experts 2 Experts EUC DEX AI Conference zählt zu den wichtigsten Community-Events im Bereich End User Computing. Seit vielen Jahren bringt sie Experten, Hersteller und Praktiker zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen rund um EUC, Digital Employee Experience (DEX) und Künstliche Intelligenz auszutauschen.
Ich habe die Gelegenheit genutzt, vor Ort dabei zu sein, und bin mit vielen neuen Impulsen zurückgekehrt.
Kompakt, fachlich, auf Augenhöhe
Mit über 80 Teilnehmern war die Konferenz bewusst überschaubar gehalten und genau das hat sie besonders gemacht. Die kompakte Atmosphäre ermöglichte einen intensiven Austausch zwischen Teilnehmern, Speakern und Herstellern, der in dieser Tiefe auf großen Events selten möglich ist.
Zu den Speakern zählten unter anderem Chris Marks, Benny Tritsch, Thomas Poppelgaard, Marcel Meurer sowie James O’Regan. Die Vorträge deckten ein breites Spektrum ab von tiefgehenden technischen Einblicken bis hin zu strategischen Entwicklungen im EUC-Umfeld. Begleitet wurde die Konferenz von Herstellern wie ControlUp, Parallels, Nerdio und Login VSI, die ihre aktuellen Lösungen präsentierten und für den direkten Austausch zur Verfügung standen.
AI im EUC-Umfeld: Großes Potenzial, realistische Erwartungen
Künstliche Intelligenz war eines der dominierenden Themen und zog sich durch nahezu alle Vorträge und Gespräche. Klar ist: AI wird auch im End User Computing eine zentrale Rolle spielen, insbesondere in Bereichen wie Monitoring, Fehleranalyse und Automatisierung von Betriebsprozessen.
Gleichzeitig war das Meinungsbild unter den Teilnehmern recht einheitlich: Viele Lösungen befinden sich noch in einem frühen Stadium. Fehleranfälligkeit, fehlende Transparenz und schwer abschätzbare Risiken sind Herausforderungen, die im produktiven Einsatz berücksichtigt werden müssen. AI im EUC-Umfeld bleibt ein spannendes, aber mit Bedacht einzusetzendes Thema.
Image Deployment & Automatisierung: Der Trend ist klar
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der automatisierten Bereitstellung von Images und Workloads insbesondere im Kontext von Citrix, Microsoft AVD und AWS-Umgebungen. Neben individuellen Lösungen auf Basis von Infrastructure as Code (IaC) wurden auch Plattformen wie Login VSI (Hydra) und Nerdio intensiv diskutiert.
Der Trend geht eindeutig in Richtung standardisierter und hochautomatisierter Deployments. Treiber sind gestiegene Anforderungen auf Kundenseite:
Zero Trust & Secure Access: Neue Architekturen für eine SaaS-Welt
Mit der zunehmenden Verlagerung von Anwendungen in Richtung SaaS verändern sich auch die Anforderungen an den sicheren Zugriff grundlegend. Klassische Netzwerkgrenzen verlieren an Bedeutung, moderne Ansätze wie Zero Trust und Secure Private Access (SPA) rücken dafür stärker in den Fokus.
Technologien wie ZTNA (Zero Trust Network Access) und Browser Isolation wurden in mehreren Sessions thematisiert und gelten zunehmend als zentrale Bausteine moderner EUC-Architekturen. Das Ziel: Zugriffe granular absichern, ohne die Benutzererfahrung unnötig zu beeinträchtigen.
Citrix im Wandel: Präsent ohne Präsenz
Auch ohne offizielle Citrix-Präsenz war das Thema auf der Konferenz allgegenwärtig. Viele Partner und Kunden setzen weiterhin auf Citrix-Technologien, insbesondere in bestehenden Enterprise-Umgebungen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass alternative Lösungen zunehmend evaluiert werden. Die strategische Ausrichtung von Citrix bleibt damit ein Faktor, den viele Unternehmen aufmerksam verfolgen.
Fazit: Drei Tage, viele Perspektiven
Die drei Tage auf der Experts 2 Experts Conference waren geprägt von intensivem Austausch, spannenden Diskussionen und echten Impulsen. Besonders wertvoll war der direkte Kontakt mit Experten aus unterschiedlichsten Bereichen von Herstellern über Partner bis hin zu anderen Dienstleistern.
Fachlich hat sich bestätigt: Themen wie AI, Automatisierung und moderne Sicherheitskonzepte werden das EUC-Umfeld nachhaltig verändern. Viele Entwicklungen stehen aber noch am Anfang – und genau deshalb ist eine realistische Einordnung so wichtig.
Für mich war die Konferenz nicht nur eine Bestätigung bestehender Ansätze, sondern auch eine Gelegenheit, neue Perspektiven mitzunehmen und aktuelle Trends kritisch zu hinterfragen. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen direkt in unsere Projekte und Beratungen ein mit dem Ziel, unsere Kunden praxisnah und zukunftssicher zu unterstützen.

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